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Pelikan – PELIKANO – Mein erster Schulfüller

pelikano

Der Pelikano ist sicherlich der Füller, den ich am längsten kenne, denn diesen Füller hatte ich vor einigen einigen Jahren damals zum Schulanfang von meinem Eltern in den Ranzen gepackt bekommen.

Damals gab es auch nur den Geha und den Pelikano und die “Geha-Kinder” waren alle ein bisschen komisch 🙂 Christine hat ihren alten Pelikano noch aber meinen habe ich schon längst nicht mehr.

Zur damaligen Zeit fand ich schreiben mit Füller auch noch doof und jeder in meiner Klasse hat sich schon auf den Tag gefreut, wo man endlich den Kugelschreiber schreiben durfte. So ändern sich die Zeiten 🙂 Heute gebe ich viel Geld dafür aus, mit dem Füller schreiben zu können, und mache mir über so etwas wie “Füller mit Durchschreibefedern” Gedanken.

Hersteller:

Opa Herrmann im "Pelikan-Anzug"

Opa Hermann im “Pelikan-Anzug”

Pelikan ist ein deutscher Hersteller von Füllern und Schreibartikeln aus Hannover. Als ich vor einigen Jahren einmal in Hannover zu Besuch war, und das Werk besichtigen wollte, habe ich in Hannover allerdings nur noch die Vertriebsgesellschaft gefunden. Wie ich bei Wikipedia nachgelesen habe, werden die Füller auch seit einiger Zeit nicht mehr in Hannover sondern in Peine hergestellt. Christines Großvater hat bei der Firma Pelikan (Günther Wagner) in Hannover seine Ausbildung gemacht und seinen, ersten Anzug von der Firma geschenkt bekommen. Das Bild zeigt “Opa Hermann” in genau diesem Anzug. Heute befindet sich auf dem ehemaligen Fabrikgelände das sog. “Pelikanviertel“, ein modernes Viertel von Bürogebäuden.

Zum 50. Geburtstag dieses Füllers hat Pelikan die Geschichte in einer netten PDF zusammengefasst. Diesen Link darf ich mit freundlicher Genehmigung von Pelikan einfügen, wie auch die Bilder, die mit dem entsprechenden (c) gekennzeichnet sind. Vielen Dank dafür an Pelikan!

Kappe:

Die Kappe und der Clip sind für mich als erwachsenen Nutzer das größte Manko an dem Füller: Er läßt sich nicht richtig an meiner Hemdtasche befestigen bzw. ich habe immer Angst, diese Plastiklasche einfach abzureißen.

Der Materialmix ist modern aber sicherlich eher auf den Geschmack der jungen Zielgruppe ausgelegt.

Korpus:

Mein erster Pelikano (c) Pelikan

Der Pelikan verjüngt sich von der Kappe bis zu seinem Ende. Der Korpus ist nicht mehr rund, sondern quadratisch und hat abgerundete Ecken. Damit rollt es nicht vom Tisch, sondern bleibt sicher auf dem Schreibtisch liegen. Das Material ist transparentes Plastik und die Verarbeitung ist solide. Ein Designelement sind zwei “Schlitze” um Korpus, die eine gewisse Dynamik ausstrahlen. Die Kappe läßt sich zwar auf den Korpus aufstecken, aber sie hällt darauf nicht sicher. Der Füller ist leicht, liegt aber trotzdem gut in der Hand – auch in einer erwachsenen Männerhand.

Design:

Werbung für den Pelikano aus 1985 (c) Pelikan

Hier hat siche sicherlich am allermeisten getan. Wenn man ganz ehrlich ist: Mit dem Füller aus meiner Kindheit hat der heutige Pelikano nicht mehr viel zu tun. Das Design ist 100%ig anders und auch die Farben. In meiner Kindheit gab es den Pelikano nur in blau und rot.

Heute gibt es ihn in schier unendlichen Farbkombinationen. Ich habe mich hier für ein “Demonstratormeodell” entschieden. Bei meinem Modell handelt es sich um die Modellreihe P480, das im Jahr 2010 zum 50. Geburtstag eingeführt wurde. Daneben gibt es noch den klassischen Pelikano (P460) im Handel, das noch eher an einen “klassischen Füller” erinnern.

Füllmechanismus:

Den Pelikano kann man mit Standardpatronen befüllen, natürlich gibt es auch einen passenden Konverter. Pelikan bietet auch Großraumtintenpatronen an. Diese fassen annährend  den doppelten Inhalt. Wie ihr mich kennt, so verzichte ich natürlich auch hier nicht auf meine Lieblingstinten und befülle die Patronen.

Feder:

Ich habe in meinem Pelikano eine -für und Deutsche klassische- M-Feder. Diese Stahlfeder gleitet sanft über das Papier, der Tintenfluß ist immer gut, was sicherlich auch an der Standard Königsblauen Tinte von Pelikan liegt.

Ich kann den Pelikano all jenen empfehlen, die wieder anfangen möchte mehr von Hand und/oder mehr mit einem Füller zu schreiben. Die Feder ist sehr dankbar und “verzeiht” viel. Das Anschreibverhalten ist mit dem eines Kugelschreibers vergleichbar und auch Unterschriften und schnelle Handschriften gelingen tadellos.

Die Feder läßt sich sogar Überkopf schreiben. Hier gibt die M-Feder einen F-Strich ab. Das ist praktisch, wenn es am Zeilenende mal eng wird, oder wenn es darum geht ein kleines Detail in z.B. eine Zeichnung einzufügen.

Den Pelikano gibt es mit einer A, F,  M oder L Feder.

Bürotest:

Durch den günstigen Preis des Füllers gehe ich ganz natürlich mit ihm um und benutze ihn ganz intuitiv. Wo ich einen M1000 ehrfürchtig in die Hand nehme und wieder auf die Tischplatte lege, da halte ich den Pelikano bei meinen verschiedenen Tätigkeiten einfach in der Hand und lasse ihn auch mal unsanft fallen. Auch wenn er mal vom Schalter auf den Boden fällt, mache ich mir keine großen Gedanken. Ich hebe den Füller auf und schreibe einfach damit weiter. Ich hatte mit dem Füller in dieser Woche viel Spass. Wir sind viel herumgereist und neben dem klassischen Königsblau habe ich ihm noch eine Füllung im Magenta von deAtramentis gegönnt. Beide Farben sind perfekt durch den Tintenleiter gelaufen und die Tinte wurde gut und satt auf das Papier gebracht. Genau so wie ich es gerne habe. Auch meine Unterschrift hat der Pelikano gut hinbekommen. Die Schwungvollen Partien hat er ohne nachbessern gezeichnet.

Mein Fazit:

Für mich ist der Pelikano nicht nur ein Schulfüller, sondern ein guter und fairer Alltagsfüller. Ich muss mir keine all zu großen Gedanken machen, wenn ich ihn fallen lasse, wenn ich ihn vergesse, wenn er einmal unsanft behandelt wird: für 15€ kann ich mir fast überall einen neuen Füller besorgen.

Bezugsquelle und Preis:

In sicherlich den allermeisten Schreibwarengeschäften, die auch Schulartikel anbieten, kann man den Pelikano in den verschiedenen Ausführungen finden. Ich habe meinen bei einem Ausflug nach Ulm bei der Firma Hutter gekauft. Immer wenn ich in Ulm bin gehört ein Abstecher zu Hutter und Abt zu meinem Besuchsprogramm. Aktueller Marktpreis ist bei um die 15€, ich habe 14,90€ für meinen 480 gezahlt.

andere Tests im Netz:

Ciao
Testberichte
The Pen Addict
Übersicht von Werner Rüttinger
Sonderseite von Pelikan zum 50. Geburtstag 

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