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Der Verlobungsring: alles was ihr wissen müsst!

Es ist doch wirklich schön, wenn man seine bessere Hälfte gefunden hat und sich nichts schöneres Vorstellen kann, als mit diesem Menschen den Rest des Lebens zu verbringen. Michael und ich sind nun diesen Dezember 9 Jahre zusammen! Ich finde die Zeit ist wie im Flug vergangen und es fühlt sich überhaupt nicht so lang an.

Vor ein paar Jahren haben wir uns auch verlobt und ich muss sagen, Michael hatte es in enem Punkt nicht wirklich leicht mit mir. Es sind nur zwei Worte: DER RING.

Viele sagen, “der Ring ist doch egal, die inneren Werte zählen.”. Beim zweiten Punkt gehe ich mit; beim ersten nicht. Ich habe schon bevor ich Michael kennenlernte von einem tollen, klassischen Verlobungsring geträumt. Ein Einfluss meiner Amerikanischen Freunde ist da sicherlich nicht ganz unschuldig.

Jeder muss und soll für sich selbst entscheiden, ob er diesen klassischen Weg gehen möchte. Für alle, die es interessiert, gibt’s hier einen kleinen Guide beim Kauf von Verlobungsringen und unsere kleine Erfahrungsreise bis zu unseren Ringen.

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Die vier Cs: Color, Carat, Cut, Clarity

Im deutschen Sprachgebrauch geht es um Farbe, Schliff, Reinheit und Karatgewicht des Steines. Diese Attribute bestimmen in einem Zusammenspiel den Wert und Preis eines Diamenten.

Die Farbe:

Diamanten kommen in vielen verschieden Farben. Besonders wertvoll sind farbige Diamanten z.B. in gelb, blau, pink oder besonders weisse Steine.

Für Diamanten gibt es eine definierte Farbskala. Eine der vielen Internationalen Benennungen startet für reines Weiss bei “D” und folgt dann dem Alphabet bis “Z” zu einem sehr stark getöntem Weiss in Richtung gelb.

Das Karatgewicht

ein Karat entspricht 0,2 Gramm und wird mit ct. abgekürzt. Je höher das Gewicht eines Steines, desto teurer ist er. Welche Größe man auswählt, kommt natürlich auf das Budget, aber auch auf den Charakter der Trägerin an. Was ich meine ist, dass einer Frau mit kleinen Händen unter Umständen kein 2-Karäter steht bzw eine kleine Karatgröße bereits einen tollen Effekt hat. Ein großer Ring ist auch immer ein Statement. Welches Statement man geben möchte, muss jeder selbst entscheiden. In den USA zählt beim Verlobungsring auch “the bigger the ICE the better it is!”.

Es ist zu beachten das die “magische Zahl” von 1 ct. einen großen Preisunterschied zu einem Stein macht, der bei gleicher Reinheit und Farbe nur bedeutend weniger wiegt. Dieser Gewichtsverlust wird für ein ungeschultes Auge nicht zu sehen sein.

Beispiel für einen Diamant: runder Schliff, Farbe F, Reinheit VVS2, gleiche Symmetrie und keine Fluoreszenz: 0.91ct. 6.583 Euro vs. 1.07 ct. 9978 Euro. Das ist doch schon ein Unterschied, oder?

Der Schliff

Edelsteine gibt es in vielen geschliffenen Formen. Bei Diamanten sind die Klassiker der “Rund-Schliff”, “Emerald-Schliff” (eckiger Schliff), “Oval-Schliff”. Es gibt auch Tropfenform,  Prinzessschliff (viereckig), Herzschliff, Kissenschliff und ein paar weitere.

Der Schliff ist Geschmackssache. Runde/ovale Steine, sowie der Emeraldcut & Kissenschliff sind für mich die wirklichen Favoriten. Bei eckigen Steinen sind die Facetten größer und man kann Unreinheiten im Inneren leichter erkennen. Hier sollte man also auf eine höhere Reinheit des Steins achten.

Die Reinheit

Je weniger Einschlüsse ein Diamant hat, desto wertvoller ist er. Er bricht das Licht schöner und im Zusammenspiel von Schliff (Art & Qualität) Reinheit hat man einen Stein der besonders funkelt.

Die höchste Qualitätsstufe ist “lupenrein” und geht bis zu Einschlüssen, die mit bloßem Auge sichtbar sind.

Zum Vergleich zwei runde Diamanten, beide 1.08ct & Farbe D (reinstes weiss): IF lupenreiner Stein mit idealer Schliffqualität 12.007 Euro; Reinheit SI1 (Einschlüsse sind auf jedenFall sichtbar bei 10facher Vergrößerung) mit idealer Schliffqualität 5.909 Euro.

So, nun aber mal Butter bei die Fische! Wie viel Geld gibt man für einen Ring aus und wo bekomme ich ihn? – Naja, den ersten Teil der Frage kann nur jeder für sich selbst beantworten. Es gibt aber eine Faustregel, dass Mann für den Ring der Dame 3 Monatsgehälter spendiert. Nun bitte keine Aufschreie! Jeder entscheidet bitte selbst.

Ich rate euch: geht in die Stadt und schaut euch bei Juwelieren schöne Ringe an und lasst euch inspirieren. Michael und ich waren auch bei vielen, um zu schauen und zu probieren…mir hat das auf jeden Fall mehr Spass gemacht wie Michi. Ich habe mich jedes Mal wie eine Prinzessin gefühlt.

Tiffany & Co war ziemlich schnell aus dem Rennen…leider waren die Verkäufer nicht wirklich freundlich und wir hatten das Gefühl dort nicht richtig willkommen zu sein. NEXT!

In einem USA Urlaub hatte ich einen wunderschönen Ring im “Diamond District” von L.A. probiert. Er war wunderschön, ein Traum. Etwas über 1 ct, Asscher Cut, sehr helles weiss, tolle Reinheit, Platinfassung, toller Preis bei einem super Dollarkurs…aber er blieb dort.

Nächster Stopp Cartier. Eher durch Zufall haben wir uns dort Ringe in München angeschaut. Die Mitarbeiter waren sehr zuvorkommend und kompetent. Wir hatten uns für einen Platinring mit einem runden Solitäre entschieden. Die Mitarbeiterin wollte uns einen weiteren Ring zeigen, den Sie aus einer Zweigfiliale bestellte. Wir durften Cartier dann in der folgenden Woche wieder besuchen.

Auf unserem Spaziergang zu Cartier hielt Michael an einem anderen Juwelier auf der Maximalian Strasse an: “Schau’ mal hier!” Er hat im Fenster einen tollen Ring erspäht und schwupps, sitzen wir schon bei Hr. Lamas von der Fa. Fochtmann, trinken einen Espresso, ich probiere einen Ring, meinen Ring! Er passt und funkelt und das schöne ist Michael hat ihn gefunden. Hr. Lamas hat uns sehr gut beraten und wir haben uns sehr wohl gefühlt.

 

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Michael hat natürlich auch einen Ring bekommen. Er ist sehr schlicht, aus Platin und ca. 5 mm breit.

Ob man sich nun für einen “Markenring” entscheidet, ist eine persönliche Preferenz. Man muss sich natürlich bewusst sein, dass man für den “Namen” wie Cartier, Tiffany oder Harry Winston bezahlt. Wenn man recherchiert, bekommt man einen qualitativ hochwertigen Stein und Fassung in Platin für viel weniger Geld.

Wer aus München kommt, kann auch bei FoFo vorbeischauen. Hier gibt es tolle Angebote von Vintagestücken.

Zum Umschauen empfehle ich folgende Webseiten:

Juwelier Fochtmann
Blue Nile
Tiffany & Co.
Renesim

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