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Zu Gast: Die Gradwanderung How to do London Sightseeing

London Tower Bridge Gradwanderung

Heute haben die genussgeeks zum #TRAVELTUESDAY einen Gastbeitrag von der lieben Anna vom Blog „Die Gradwanderung“ für Euch. Da Michael und ich gerne an unseren letzten London Kurztrip (klick   Tipps zur Travel Card & den „buy one get one free“ Ticket Aktionen zu den von Anna beschriebenen Sehenswürdigkeiten) zurück denken, freuen wir uns heute Annas Beitrag mit Euch zu teilen.

Liebe Grüße, Michael & Christine

 

Ich bin Anna, Nordlicht und Studentin, und teile auf „die Gradwanderung“ Fotos und Geschichten aus meiner Heimat Norddeutschland und vom ganzen Globus. Ich schreibe über Städtereisen, gebe Spartipps für Studenten wie mich, oder Reisende mit kleinerem Budget, und entdecke ab und zu in meinen Berichten auch einmal die große weite Welt.

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How to do London Sightseeing

Welche klassischen Sehenswürdigkeiten sich lohnen, und welche nicht

London ist teuer. Punkt. Das wusste ich schon, als ich das allererste Mal hingeflogen bin und das ist vermutlich auch jedem klar, der jetzt in die britische Hauptstadt f‰hrt. Aber London ist auch eine der faszinierendsten St‰dte, die ich jemals besucht habe. Und dabei weifl ich gar nicht recht, woran ich das eigentlich festmache. Immerhin ist das Wetter ähnlich schlecht wie hier im hohen Norden Deutschlands, die Temperaturen bestechen auch nicht gerade durch ihre Vertr‰glichkeit und abgesehen davon ist London eben nur eine weitere von vielen anderen Metropolen auf der Welt.
Aber irgendwie eben auch nicht. Schliefllich zieht London unglaublich viele Touristen an, die sich mehr oder weniger alle das gleiche anschauen. Aber welche von den vielen ber¸hmten Sehenswürdigkeiten lohnen ¸berhaupt den h‰ufig horrenden Preis? Welche kann man sich sparen?
Da ich schon oft in London war (einigen ist vielleicht das Analogfoto aufgefallen, das ich als Header für diesen Artikel verwendet habe; es stammt aus dem Jahr 2004 und von meinem ersten Besuch) und so gut wie alle typischen Sehenswürdigkeiten über die Jahre hinweg besucht habe, möchte ich meine Erfahrungen an euch weitergeben und dem ein oder anderen vielleicht die Entscheidung erleichtern, wo er sein teuer erspartes Urlaubsgeld auf den Kopf haut. Auflerdem gebe ich wie immer auch den ein oder anderen Spartipp.
Also dann.

Westminster Abbey

Beginnen möchte ich direkt mit einer der teuersten Kirchen überhaupt: Der Westminster Abbey, die 1245 unter Heinrich III. im Stil der anglofranzösischen Frühgotik erbaut wurde. Hier wurden und werden die englischen Monarchen gekrönt und beigesetzt und die Kirche ist auf jeden Fall ein absoluter Augenöffner.
Meine Preisrecherche zum jetzigen Zeitpunkt hat jedoch ergeben, dass man als durchschnittlicher Erwachsener unglaubliche £20 zahlen muss, was umgerechnet ~ 28euro sind, um diese Kirche von innen bestaunen zu dürfen. Als ich da war, waren es noch £14. So ändern sich die Zeiten. Aber gut.
Lohnt dieser Preis?
Schwierig und natürlich eine Frage des Geldbeutels. Grundsätzlich finde ich 28 Euro als Eintritt für eine Kirche, sei sie auch noch so berühmt, viel zu teuer. Und ich meine wirklich viel viel zu teuer. Aber (ja, das musste jetzt kommen): Die Westminster Abbey ist von innen einfach eine Wucht. Auch der Kreuzgang ist sehr sehenswert und wenn ich mich zwischen Madame Tussauds und dieser Kirche entscheiden müsste, würde ich Westminster Abbey wählen. Wer sich für Geschichte allgemein oder Kirchengeschichte im Speziellen interessiert, für den ist diese Kirche ein Must-See. Dennoch tendiere ich von meinem heutigen Standpunkt aus dazu zu sagen: Diesen Preis w¸rde ich nur dann zahlen, wenn die Besichtigung von Kirchen für mich die Erfüllung schlechthin ist. Als kurzer Abstecher in der Mittagspause könnte man sich hingegen leicht abgezockt vorkommen.

Mein Geheimtipp: Die doch recht teuren £20 muss man allerdings nur dann zahlen, wenn man die Kirche als Tourist betritt. Möchte man hingegen beten oder zu einem der Gottesdienste in die Westminster Abbey gelassen werden, so ist der Eintritt völlig kostenlos. Die Kirche also wesentlich authentischer zu erleben kann ich nur empfehlen, denn innerhalb der Messen singt häufig auch der Chor und den Gesang in der unglaublichen Akustik dieser Kirche zu hören, lässt einem Schauer über den Rücken laufen.

London Eye

Zugang zum berühmten London Eye gibt es ab £19.35 für das absolut einfachste Standardticket bis hinauf in ungeahnte Höhen (Achtung, Wortspielgefahr). Damit ist das Riesenrad für ~ 27€ nur ungefähr einen Euro günstiger als die Westminster Abbey. Ganz ehrlich? Es lohnt sich nicht.
Natürlich ist die Aussicht super und man kann tolle Fotos vom London Eye aus machen. Aber: Eine tolle Aussicht hat man auch von anderen Punkten innerhalb der Stadt. Dazu gehört beispielsweise die Tower Bridge oder das Monument ñ wesentlich günstiger, oder der Greenwich Park ñ völlig umsonst. Wer der absolute Riesenradfan ist, kann das London Eye natürlich mitnehmen. Ich persönlich investiere mein Urlaubsgeld da aber wirklich lieber in den Besuch von einer der anderen Sehenswürdigkeiten.

Wachablˆsung am Buckingham Palace

Der Klassiker unter den London Sightseeing Spots und meiner Meinung nach absolut sehenswert, egal ob die Queen zu Hause ist oder nicht. Auflerdem ist die Parade kostenlos, was den Sparfuchs in mir bauchpinselt. Worüber man sich im Vorfeld allerdings klar sein sollte, ist die Tatsache, dass es sehr voll sein kann (und meistens auch ist). Die vielen Menschen können das Erlebnis an sich schmälern, weil Ellenbögen, Fuflgetrampel und Selfie-Sticks gerne und häufig zum Einsatz gebracht werden. Wer sich in groflen Menschenmengen also unwohl fühlt, der sollte die Wachablösung nicht unbedingt besuchen. Für alle anderen: Hin da!

Madame Tussauds

Madame Tussauds ist wohl eines der bekanntesten Wachsfigurenkabinette der Welt und in ihm wird man von zeitgenössischen und historischen Berühmtheiten wie den Beetles, Heinrich VIII. oder Angelina Jolie zu einem ganz besonderen Fotoshooting abgeholt. Auch die Gründerin, Marie Tussaud, findet sich unter den vielen Prominenten.
Günstig ist Madame Tussauds allein schon wegen seiner Bekanntheit natürlich nicht. Momentan liegt der Preis für ein online Standardticket bei £23.10, was umgerechnet ~32 Euro sind.
Das ist natürlich ein ziemlicher Pappenstiel und leider gibt es bei Madame Tussauds mit Ausnahme der zeitweilig stattfindenden Ticket Sales meines Wissens nach auch keine Möglichkeit, günstiger an Eintrittskarten heranzukommen. Innen drin ist es häufig sehr warm und voll und wer ein Foto mit einer bestimmten Persönlichkeit haben möchte, die vielleicht auch noch gerade sehr angesagt ist, muss zum Teil lange anstehen. Insgesamt bietet das Wachsfigurenkabinett natürlich schon eine grofle Auswahl und viele schöne Specials, trotzdem gilt hier das gleiche wie für den Eintritt in die Westminster Abbey: Nur der, der Madame Tussauds unbedingt sehen möchte, sollte den horrenden Preis zahlen. Ansonsten lässt sich das Geld sicher auch anderweitig anlegen. Ich persönlich habe den Besuch als lohnend empfunden, er hätte mir aber auch nicht gefehlt, wenn ich nicht da gewesen wäre.

Big Ben und House of Parliament

Wer in London war, der muss auch den Big Ben gesehen haben. Wobei mit ‚Big Ben‘ eigentlich nur die schwerste Glocke, die im eigentlich Elizabeth Tower heiflenden Turm hängt, bezeichnet wird. Trotzdem steht der Name auch häufig für den Turm selbst und der Schlag der Glocke gilt in der Umgangssprache als ‚the Voice of Britain‘.
Besuchen kann man den Turm als Tourist jedoch nicht, sondern nur als Bürger oder ständiger Einwohner Groflbritanniens. Das macht aber gar nichts, weil sich der Klang der Glocken von unten sowieso viel besser genieflen lässt und natürlich auch kein Eintritt anfällt.
Wer Interesse an Politik hat, kann jedoch die Parlamentsgebäude besuchen und danach einen typisch britischen ‚Afternoon Tea‘ zu sich nehmen. Die Tour im Parlament schlägt dabei mit £18 ñ 25 zu Buche (je nachdem, ob man eine Guided Tour oder eine Audio Tour bucht) und der Afternoon Tea oben drauf noch einmal mit ~£27.50. Insgesamt kann man also ungefähr 72 Euro einplanen. Dieser Preis wäre mir persönlich inzwischen zu teuer, wem ein wirklich typisches britisches Erlebnis dies aber wert ist, dem verlinke ich hier die Buchungsseite.

Tower of London

Ich als Historikerin schaue beim Tower of London fast jedes Mal vorbei, wenn ich in London bin. Das ist schon zu einer Art Tradition geworden und natürlich kann ich ihn jedem Besucher der Stadt nur wärmstens ans Herz legen; allein schon wegen der Kronjuwelen, die dort aufbewahrt werden und die wirklich einen Blick wert sind. Aber auch aus der geschichtlichen Perspektive heraus ist der Tower of London definitiv eines der interessantesten Zeitzeugnisse, die ich in London kenne. Man denke nur an Heinrich VIII. und seine sechs Frauen oder an die Legende, die besagt, dass immer mindestens sechs Raben im Tower zu sein haben, wenn man nicht riskieren wolle, dass das Königreich zugrunde geht. Beides sind Geschichten, die sich um den Tower of London ranken und ihn für mich persönlich sehr interessant machen.
Der Tower reiht sich mit einem Standard Ticket Preis von ~33 Euro in die Reihe der teuren Sehenswürdigkeit ein, allerdings bietet er so viele Einblicke, sowohl in die Geschichte der Stadt, als auch des Landes und der Monarchie, dass ich sagen würde, dass dieser Preis fast schon gerechtfertigt ist. Die Ausstellungen und Führungen sind darüber hinaus liebevoll und detailgetreu ausgearbeitet und nicht zuletzt die Tatsache, dass allein schon das Areal, auf dem sich der Tower befindet, locker für einen ganzen Nachmittag zum Entdecken ausreicht, macht den Tower für mich zu einem der schönsten bekannten Sightseeing Spots in ganz London.

Mein Geheimtipp: Das beste am Tower ist jedoch, dass man die ~33 Euro dadurch umgehen kann, indem man sich für die Ceremony of the Keys anmeldet. Diese Tradition des Zuschlieflens und damit Sicherns des Towers soll auf die Zeit der Tudors zurückgehen, wird aber in ihrer heutigen Ausführung erst seit 1914 durchgeführt. Natürlich hat man dann keine Zeit, die Ausstellungen anzuschauen; für diejenigen, die den Tower jedoch nur kurz entdecken wollen, ist diese Schlüsselzeremonie trotzdem eine schöne Alterantive. Die Tickets sind online vorbuchbar und kostenlos.

Tower Bridge

Auch die 1894 eröffnete Tower Bridge ist eines der Wahrzeichen Londons überhaupt und ein Must-See für jeden Besucher der Stadt. Besonders an der Tower Bridge ist die Tatsache, dass es sich um eine Klappbrücke handelt; wer sich dafür interessiert und die Brücke gerne einmal hochgeklappt sehen möchte, der schaue bei den Bridge Lift Times vorbei.
Die Tower Bridge ist auch so schon ein beeindruckendes Bauwerk, was viele jedoch nicht wissen, ist, dass man die Brücke auch von innen besuchen kann. Dort lernt man die Maschinenräume aus der viktorianischen Zeit kennen und kann sich auch eine Ausstellung über die Brücke anschauen. Die beiden Türme der Brücke lassen sich schliefllich durch eine Fuflgängerbrücke überqueren, von der aus man einen einmaligen Ausblick auf die Themse und London selbst hat.
Lohnen tut sich ein Besuch der Tower Bridge also auf jeden Fall. Aber wie sieht es mit dem Preis aus? Der ist im Vergleich mit den bisher beschriebenen Sehenswürdigkeiten Londons ziemlich human: Für nur £9 darf man den Blick über die Stadt genieflen und kann sogar durch die im letzten Jahr neu eingelassenen Fenster im Boden nach unten fotografieren. Insgesamt kann ich die Tower Bridge also nur empfehlen.

Piccadilly Circus

Und zu guter Letzt möchte ich natürlich noch den Piccadily Circus erwähnt haben. Dieser Platz im Londoner West End ist wie der Times Square in New York für seine riesigen Werbetafeln und den Brunnen in seiner Mitte bekannt. Um ihn herum befinden sich viele Geschäfte und Shops. Für einen Bummeltag ist die Umgebung des Piccadilly Circus also gut geeignet, bezahlen muss man nur fürs Angucken natürlich auch nichts.
In der Nähe sind auflerdem der Trafalgar Square und die National Gallery zu finden. Kunst Fans werden bei Letzterem sicher fündig werden, denn die National Gallery gilt als eine der bedeutendsten Gemäldegallerien der Welt und beherbergt Werke von Boticelli oder van Gogh.

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