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Tintentest – Montblanc racing green – englishgrün

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Allgemeines:

Interessant war für mich, herauszufinden, woher diese Farbe ihren Namen hat „englischgrün“ oder „racing green“. Das schreibt die Wikipedia hierzu:

British Racing Green (britisches Renn-Grün) bezeichnet die jahrzehntelang übliche grüne Lackierung von Rennwagen, die von britischen Teams eingesetzt wurde. Im British Racing Green bestritt erstmals ein Bugatti ein Rennen. Der Bugatti Type 35 C des Briten William Grover-Williams beim Großen Preis von Monaco 1929 war in diesem Dunkelgrün lackiert.

Die endgültige grüne Farbwahl der Briten, bei denen zu Beginn des 20. Jahrhundert Rennen verboten und Zivilwagen auf Schrittgeschwindigkeit begrenzt waren, geht vermutlich auf einen Einsatz eines Rennautos der Firma Napier & Son auf der „grünen Insel“ Irland zurück.

Das rote italienische Gegenstück ist das Rosso Corsa, welches oft nur noch mit Ferrari in Verbindung gebracht wird. Frankreich, insbesondere Bugatti, nutzte hellblau, deutsche Rennwagen waren bis 1934 weiß, danach auch silber (Silberpfeil).

Obwohl auch helle Töne verwendet wurden, wird im Fahrzeuglackbereich heute meist ein dunkelgrüner Metalliclack darunter verstanden. So ist der neue Mini von BMW in der Farbe British Racing Green erhältlich.

 

Gebinde:

Altes Montblanc Glas . 50 ml

Preis auf 100ml:

Das Glas ist mit 8,90 € ausgepreist, das macht das Rechnen einfacher: 17,80€! Das waren noch Zeiten damals…. Soviel „darf“ man heute schon fast für 35 ml in der Boutique auf den Tisch legen…

Geschichte hinter der Tinte:

Viele Füllerfreunde finden es sehr schade, dass diese Farbe inzwischen bei Montblanc nicht mehr im Angebot ist, und ich habe in manchen Forenbeiträgen gelesen, dass es Sammler gibt, die einen Lebensvorrat an Tinte im Keller stehen haben um diese Farbe weiterhin schreiben zu können. Ich glaube, dass dieser Farbton der Editionstinte Jonathan Swift sehr nahe kommt und diese Tinte ist somit ein guter „Ersatz“ für das racing-green.

Testfüller:

Kaweco Liliput – B Feder

Bilder der Tinte:

Montblanc racing green Einleitung

Montblanc racing green Einleitung

Montblanc racing green Testkarte Vorderseite

Montblanc racing green Testkarte Vorderseite

Montblanc racing green Testkarte Rückseite

Montblanc racing green Testkarte Rückseite

Montblanc racing green Fliesstext

Montblanc racing green Fliesstext

Vergleichsfarbe:

Private Reserve Avocado

Diamine racing green

Montblanc Jonathan Swift

Diamine Sherwood green

Sonstiges und Besonderheiten:

Diese Tinte wird durch Montblanc nicht mehr hergestellt und vertrieben aber vielleicht hast Du ja auch die Chance wie ich ein Fässchen in den hinteren Ecken eines Schreibwarenladens zu finden…

Mein Fazit:

Das englischgrün von Montblanc ist eine edle Schreibfarbe und auch eine wunderbare Herbstfarbe. Wenn ich aus meinem Fenster blicke, so kann ich diesen Farbton dort erkennen. Ich höre aber auch das Röhren von Motoren und ich kann Benzin riechen. Dabei sehe ich auch den englischen Landadel in seinen großen Jaguars o.ä. Fahrzeugen an mir vorbei ziehen. Diese Farbe weckt Assoziationen und das erwarte ich von einer schönen Tinte: Ich kann mich in die Farbe und die Bilder hierzu verlieren. Das gelingt der Farbe alleine durch den Namen schon besser als das „Seegrasgrün“ der Jonathan Swift.

weitere Tests im Internet:

FP Quest

Penexchange

Inky Journal

Summary:

I think one of the most important things on ink is to prompt feelings. And while I look on this ink I see british racing cars, I smell gas, I hear the roaring  engines. So on my opinion it is very sad that Montblanc decided to discontinue this ink. If you look for a follow-up ink you may like the seaweedgreen from the Montblanc edition ink „Jonathan Swift“ as well.

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