JustAnotherPen, Tinte
Kommentare 2

Tintentest – Montblanc Leonardo

Deja-vu

Laut Wikipedia bedeutet ein Deja-vu folgendes:

Als Déjà-vu [deʒaˈvy] (frz. „schon gesehen“) bezeichnet man ein psychologischesPhänomen (psychopathologische Bezeichnung: qualitative Gedächtnisstörung), das sich in dem Gefühl äußert, eine neue Situation schon einmal erlebt, gesehen aber nicht geträumt zu haben.

Inzwischen hat mir Montblanc mit seinen neuen Editionstinten schon das zweite mal ein solches Gefühl verschafft. Das erste mal erging es mir so bei dem Dandy turquoise „Honore de Balzac, das mich sofort an mein „normales“ Türkis erinnerte, dass ich schon seit einiger Zeit in meiner Sammlung hatte. Der Farbausstrich zeigte auch, dass beide Farben subjektiv absolut identisch sind.

Nun hatte ich das selbe Gefühl auch bei der Leonardo Tinte. Sofort ist mir meine Carlo Collodi Editionstinte eingefallen. Wenn man beide Tinten nebeneinander liegen hat, so unterscheiden sich diese, trotzdem würde ich die Editionstinte dann bestenfalls als „einfallslos“ bezeichnen wollen. Irgendwie habe ich in letzter Zeit immer häufiger den Eindruck, dass sich Montblanc inzwischen deutlich von einem „Füllerhersteller“ zu einem „Luxusartikelhersteller“ verwandelt. Ein Monbtlanc Füller war schon immer ein Luxusartikel, aber zuerst immer noch ein Schreibgerät. Ich glaube dieser Schwerpunkt verschiebt sich inzwischen.

Ausgeliefert wird die Tinte in dem typischen, viereckigen 30ml Glas für Montblanc Editionstinte. Das Glas kostet frisch aus der Boutique 13€, somit ergibt sich ein Preis von 43€ auf 100ml. Dies sind die typischen Werte für Montblanc-Tinte. Auch sonst erlebt man hier keine Überraschungen, sondern man bekommt was man erwartet: Eine gut ausgeglichene Tinte mit einem tollen Tintenfluss und einer ansprechenden Schattierung. Es macht Spass mit der Tinte zu schreiben.

Die Tinte gehört zu dem gleichnamigen Editionsfüller „Leonardo“ aus der „Great-Character-Edition“:

Montblanc Leonardo Limited Edition 3000 Fountain Pen

Montblanc Leonardo Limited Edition 3000 Fountain Pen (c) Montblanc

In welcher Beziehung allerdings Leonardo mit roter Kreide steht, das kann ich mir leider nicht erklären, auch bleibt und Montblanc die Erklärung schuldig….

Bilder der Tinte:

Montblanc Leonardo Einleitung

Montblanc Leonardo Einleitung

Montblanc Leonardo Testkarte Vorderseite

Montblanc Leonardo Testkarte Vorderseite

Montblanc Leonardo Testkarte Rueckseite

Montblanc Leonardo Testkarte Rueckseite

Montblanc Leonardo Fliesstext

Montblanc Leonardo Fliesstext

Vergleichsfarbe:

Montblanc Carlo Collodi

Diamine Ancient Coopper

Diamine Oxblood

Diamine Chocolate brown

Mein Fazit:

Zweifellos ist dies eine schöne und technisch gut hergestellte Tinte, trotzdem bleibt für mich ein „Gschmäckle“ wie der Schwabe sagt. Ich bin einmal sehr auf die nächste Editionstinte von MB gespannt und ich kann mir vorstellen z.B. das Rot von Hitchcock oder das Grün von Jonathan Swift wieder zu sehen. Sollte dies der Fall sein, so werde ich mich mit der Leonardo von den Editionstinten von Montblanc verabschieden, gerne lasse ich mich aber wieder von einer vollkommen neuen Farbe überraschen. Ich denke das haben wir Kunden auch verdient und eben keinen alten Wein in neunen Schläuchen…

weitere Tests im Internet:

FP Geeks

Penexchange 

2 Kommentare

  1. The Red Chalk Colored ink is made as a reference to Leonardo’s sepia colored paintings. The ink is a very beneficial tool for decoration and it enhances the Leonardo concept.

  2. Die rote Kreide ist klar eine Hommage an die Skizzen und Entwürfe die Leonardo erstellt hat. Ich finde diese Idee von Montblanc passt perfekt zum Thema. Blau wäre da irgendwie doof. Wobei man natürlich auch blaue Tinte nehmen kann, aber es passt einfach besser die rote zu nutzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.