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Sauerteig selber machen – Sauerteig ansetzen

Sauerteig selber machen genussgeeks

Sauerteig selber machen ist gar nicht schwer

Bevor Du voller Elan loslegest, beachte bitte, dass alle Utensilien und besonders die Schale, in der Du den Sauerteig ansetzt, gut gesäubert und am besten heiß abgespült sind. Es kann passieren, dass der Sauerteig beim Ansetzen „umkippt“. Dann riecht er sehr sauer und hat vielleicht auch eine andere Farbe und oder fängt an zu schimmeln. Dann ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass dein Sauerteig den Kampf gegen andere Mikroorganismen verloren hat. Das ist zwar schade, aber kein Weltuntergang. Fange einfach noch einmal von vorne an

Tag 1:
50g lauwarmes Wasser und 50g Roggenvollkornmehl (wahlweise auch Weizen- oder Dinkelvollkornmehl) in einer mittelgroßen Schale vermengen und in der Küche einen Tag offen stehen lassen.

Tag 2:
50g lauwarmes Wasser und 50g Roggenvollkornmehl vermengen und zum Sauerteigansatz geben und alles gut vermengen bis es eine glatte Masse ist. Nun abdecken, bei Raumtemperatur stehen lassen und in 24 Stunden wieder füttern.

Tag 3:
Heute ist Cheat Day für den Sauerteig: es gibt die doppelte Menge an lauwarmen Wasser und Roggenvollkornmehl, jeweils 100 Gramm. Wieder gut vermengen und abgedeckt ein letztes Mal für 24 Stunden ruhen lassen bis dann der Backtag kommt!

Tag 4 Backtag mit selbstgemachtem Sauerteig:
Nimm die für Dein Rezept benötigte Menge Sauerteig ab. Der Rest kommt in ein neues, sauberes Gefäß. Es eignet sich sehr gut ein Weckglas oder Glas mit Schraubverschluss. Ich habe den Teig mit einer kleinen Menge frischem Mehl und Wasser gefüttert; circa 30g jeweils. Dann wandert er im verschlossenen Glas in den Kühlschrank. Um den Sauerteig Ansatz etwas robuster zu machen, kannst Du auch noch weiter füttern. Du siehst, Sauerteig selber machen ist wirklich nicht schwer und braucht nur etwas Zeit und Geduld. Ich habe weiter unten noch ein paar Punkte zusammengefasst wie man den Sauerteig aufbewahren und pflegen kann.

Das Rezept und Bilder von meinen ersten Backversuchen findest du im Blogpost über mein Brotrezept. Ich versuche es die nächsten Tage hier zu verlinken. Stay tuned 🙂

Sauerteig selber machen genussgeeks

Mein erstes Sauerteigbrot

Pflege des Sauerteigs und wie man ihn aufheben kann

Herzlichen Glückwunsch! Wenn Du bis hierher gekommen bist, hast Du Deinen Sauerteig durchgebracht und wahrscheinlich auch schon erfolgreich Brot gebacken!

Du hast eine Starterkultur, die Du nun weiter pflegen kannst, um regelmäßig Brot zu backen, weiter zu verschenken oder zu hoarden. 😉

Ich habe einbisschen recherchiert. Man sollte den  Sauerteig, oder auch Anstellgut genannt, noch ein bis zweimal durch den oben beschriebenen Zyklus laufen lassen. Dann scheinen sich die Kulturen gut „häuslich“ eingerichtet zu haben und sind robuster. In  einem verschlossenen Glas ist der Sauerteig im Kühlschrank dann gut haltbar.

Man kann ihn im Kühlschrank aufheben, sollte aber nicht vergessen ihn regelmäßig zu füttern! Weil es im Kühlschrank kalt ist, sind die Mikroorganismen nicht mehr so aktiv und brauchen nicht mehr täglich Nahrung. Sie halten sozusagen Winterschlaf. Eine gute Faustregel ist alle drei Tage circa 30-40g lauwarmes Wasser und Mehl „füttern“. Probiere es am besten aus, was Dein Anstellgut am besten verträgt.

Wenn man mit dem Sauerteig aus dem Kühlschrank backen möchte, nimmt man ihn einen Tag vorher aus dem Kühlschrank. Je nach Menge wird diese halbiert oder man nimmt den kompletten Ansatz und füttert ihn mit 50-75g Vollkornmehl (Weizen oder Roggen, je nach Ansatz) und der gleichen Menge lauwarmen Wasser. Der Sauerteig bleibt dann bei Zimmertemperatur stehen bis er am nächsten Tag verarbeitet wird.

Hast Du erprobte Tipps zum Brotbacken oder Sauerteig selber machen? Dann her damit! Ich freue mich sehr von Dir zu hören!

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